191. MÜNCHNER OKTOBERFEST

Geschichte im Fluss!

TRADITION TRIFFT GENUSS

IN BARTLS FLÖSSERSTADL

Von der Flosslände

Die Geschichte von Bartls Flösserstadl beginnt an zwei Orten, die auf den ersten Blick ziemlich weit auseinanderliegen – und doch wunderbar zusammenpassen: im Almwirt in Haar und an der Floßlände in München Thalkirchen.

Den Almwirt führen die Familien Bartl und Erhardt gemeinsam. Ein bayerisches Wirtshaus mit dem Charme einer Alm, regionalen Schmankerln, Augustiner vom Holzfass und einem guten Gespür dafür, wie aus einem Essen ein geselliger Abend wird. Klaus Bartl betreibt außerdem den Campingplatz in München-Thalkirchen – direkt an der Isar und auf dem Gelände der ehemaligen zentralen Floßlände. Dort kann man den Ausflugsflößen beim Anlegen zuschauen und erlebt jeden Sommer, dass die Flößerei in München nicht nur Geschichte, sondern immer noch ziemlich lebendig ist.

So fließen im Flösserstadl bayerische Wirtshauskultur, die besondere Lage an der Isar und jede Menge Gastgebererfahrung zusammen. Oder kürzer: zwei Familien, ein gemeinsamer Kurs und große Lust auf eine neue Wiesngeschichte.

auf die Festwiese.

Die Bedeutung der Flößerei für München.

Lange bevor Lastwagen, Güterzüge und Lieferdienste durch München rollten, kamen Menschen, Holz und Waren auf der Isar in die Stadt. Zwischen dem 13. und dem 20. Jahrhundert war die Flößerei eine der wichtigsten Lebens- und Einnahmegrundlagen im oberen Isartal. Mitte des 19. Jahrhunderts fuhren jährlich mehr als 10.000 Flöße über Isar und Loisach Richtung München – manche sogar weiter bis nach Wien.

Vor allem das schnell wachsende München brauchte große Mengen an Bauholz und anderen Materialien. Die Flöße versorgten die Stadt und halfen dabei, sie im wahrsten Sinne des Wortes aufzubauen. Das Flößerhandwerk war damit ein wichtiger Teil der wirtschaftlichen und baulichen Entwicklung Münchens.

Heute fahren keine Baustoffe mehr über die Isar. Dafür umso mehr gut gelaunte Passagiere. Was geblieben ist, sind das alte Handwerk, jede Menge Geschichten und eine Münchner Tradition, die es verdient, weitererzählt zu werden.

DAS KONZEPT IM ZELT

Aus gutem Holz geschnitzt.
Für lange Nächte gemacht.

Mit rund 400 Sitzplätzen gehört Bartls Flösserstadl zu den kleineren Zelten auf der Wiesn. Genau das macht ihn besonders: nahbar, persönlich und klein genug, dass man seine Bedienung wiederfindet. Meistens zumindest.

Unser Wunsch ist, die Isarflößerei mit ganz viel Atmosphäre auf die Wiesn zu bringen: Rustikales Holz bringen Gemütlichkeit, historische Fotografien, alte Ruder, handwerkliche Details und Geschichten aus der Münchner Flößerei machen die Tradition im ganzen Stadl sichtbar.

Schon die Fassade erinnert an den Aufbau eines Floßes. Auch die Bühne nimmt das Motiv auf. Gemeinsam mit der Flößerei Angermaier, aktiven Isarflößern und Flößerfamilien entsteht so ein Zelt, das seine Geschichte nicht bloß behauptet, sondern bis in die Balken trägt.

Diesen besonderen Charme führen wir auch auf der Karte weiter: mit klassischer Enten- und Hühnerbraterei, hochwertigen Wiesnschmankerln und einem Getränkeangebot, das vom frisch gezapften Augustiner aus dem Holzfass bis zu ausgewählten Weinen und edlem Champagner reicht. Im Krug bodenständig, im Kühler gern ein bisserl feiner – und auf dem Tisch alles, was einen langen Wiesnabend noch länger macht.